Wo bitteschön ist das Göttliche?

Wo ist Gott? Wie kann ich mich mit dem Göttlichen verbinden?
Und wozu dient mir die Verbindung? 

Die Frage nach Gott meint hier nicht eine weissbärtige Vaterfigur, die hochoben über den Wolken thront, sondern jene subtile Kraft, die grösser ist als alles, und die nicht in Parameter menschlicher Logik und physikalischer Mechanik passt.Jene wohlwollende mächtige Intelligenz im Universum, von denen viele Menschen vielleicht ahnen, dass es sie gibt, und von denen einige Menschen wissen und ihr Leben leiten lassen. Wir können es auch reines (göttliches) Bewusstsein nennen.

Die Sache ja die, dass unsere Verbindung mit Gott ein normaler Zustand des Seins ist. Ist unser Geburtsrecht. Dass dies bezweifelt und hinterfragt oder als etwas Besonderes gesehen und verkauft wird, zeigt im Grunde nur, wie fehlgeleitet die Menschen sind.

Die meisten Menschen leben in einem Nebel von einschränkenden Überzeugungen und Konzepten, basierend auf familiären, sozialen und religiösen Konditionierungen, welche die Möglichkeit einer leichten, segensreichen göttlichen Verbindung von Vornherein ausschließen. Darüber hinaus trägt ein abgestumpftes Nervensystem aufgrund eines ungesunden Lebensstils zu dem Dilemma, sich getrennt zu fühlen, bei. Und wenn die Fähigkeit, die Höchste Quelle wahrzunehmen, blockiert ist, bezweifeln die meisten Menschen natürlich jene Existenz (ganz zu Schweigen davon, dass sie erkennen, dass Gott in allem und jedem ist!). Abgesehen davon, dass sie nicht wissen, wie sie ihre inneren Wahrnehmungsantennen wieder aktivieren und feintunen können, denken sie nicht einmal darüber nach.

All das ist nicht neu. Diese Einsichten sind seit Tausenden von Jahren verfügbar – die alten Rishis Indiens wiesen darauf hin. Im Hinblick auf das grosse Gesamtbild ist jedoch klar, warum sogenannte Autoritäten, seien sie religiöser oder politischer Natur, kein Interesse daran haben, Menschen in Sachen Selbstverwirklichung zu erhellen. Eigenständige Menschen sind schwierig, wenn nicht unmöglich, zu kontrollieren, zu versklaven und zu missbrauchen.

Religionen haben sicherlich eine grossen Beitrag dazu geleistet, die Glaubenshaltung zu festigen, dass das Göttliche irgendwo außerhalb von uns „hoch oben“ waltet und ohne einen Erlöser unmöglich zu erreichen ist. Das ist nicht nur eine Verzerrung, sondern fast wie ein Verrat in der Geschichte der Menschheit: Einerseits sprechen religiöse Führer über Gott und die Möglichkeit, den Himmel zu erreichen, aber andererseits fördern sie nicht wirklich die Selbstrealisierung. Sie lehren weder höhere Sinneswahrnehmung noch innerlich befreiende Prozessmethoden. Sie tendieren vielmehr dazu, Dich mit dem Suchen und Busse-tun zu beschäftigen, und Dich an Regel und Dogmen, und an heilig lächelnde Autoritäten und fromme Mittelmänner zu binden. Möge der Esel die Karrote am Ast verfolgen.

Das Gefühl, mit Gott verbunden zu sein und göttliches Bewusstsein zu verkörpern, ist keine Frage des Lernens, des Glaubens oder der Überzeugung. Es geht darum, es zuzulassen und zu erfahren, und dann einfach davon zu wissen. Ausführlicher erklärt:

An dieser Stelle hilft es, drei Hauptbereiche des Verstandes zu verstehen.

  • Der INTELLEKT, oder rationale Verstand, analysiert und sortiert gegebene Zutaten so gut er kann, und präsentiert seine Ergebnisse in unserem Bewusstseinsfeld. Lass es uns Tagesbewusstsein nennen, welches denkt, plant und vergleicht – und bekannte Daten recycelt. Der Intellekt ist ein WERKZEUG, das wir idealerweise so einsetzen, dass es unserem höchsten Wohl, und dem höchsten Wohl unserer Umwelt dient.
  • Das UNTERBEWUSSTSEIN, welches das ARCHIV aller unserer Erfahrungen, Erinnerungen und Programme ist (der positiven wie der negativen), projiziert automatisch in unser Bewusstsein und beeinflusst ungefiltert unsere Entscheidungen, Re-/Aktionen und unser Verhalten. Das spiegelt sich in dem Spruch „Bewusstsein denkt, Unterbewusstsein lenkt“.
  • Das ÜBERBEWUSSTSEIN, oder unser Höheres Selbst, hingegen inspiriert in unser Bewusstsein. Das Höhere Bewusstsein steht immer zur Verfügung und repräsentiert Seele und Spirit – den phänomenalen, expansiven und weise führenden Anteil in uns. Es ist unsere Verbindung zu subtilen, spirituellen Dimensionen und erwachten Einsichten. Es ermöglicht uns Intuition, Kreativität und erwachte Einsichten, sowie höhere Sinneswahrnehmung wie Hellfühligkeit und Hellsichtigkeit. 

Unser Höheres Selbst, ist die Ebene, die für uns wichtig ist, wenn uns existenzielle Fragen beschäftigen, denn das Höhere Selbst ist der Teil, der unsere Seele – den phänomenalen, expansiven Teil unseres Seins – repräsentiert. Dabei ist die Seele wiederum mit der Quelle – dem Höchstgöttlichen und Göttlicher Ordnung – verbunden. Über die Bewusstseinsebene des Höheren Selbst finden wir also Zugang zum Göttlichen. 

Erfahrungen und Erkenntnisse in den höherdimensionalen Ebenen von Allwissenheit und Allgegenwärtigkeit sind allein über die Weite dieses Seelenbewusstseins möglich. Nicht über die 5-Sinne-Wahrnehmung, nicht über Gefühle, nicht über Gedanken oder den Intellekt. Und nicht über unser begrenztes Körperbewusstsein. Denn sind wir mit dem Körper identifiziert, limitiert sich unsere Wahrnehmung auf die greifbaren, äusseren Lebensaspekte: Körper, Arbeit, Rollen, Status, Orte, Besitz, Gesundheit/Krankheit, Vergleiche, andere Menschen, impulsive Gedanken und Gelüste usw. 

Das heisst, der Punkt wo Gott ist oder wie das Göttliche wahrgenommen werden kann, wirft eine ganz andere, viel wesentlichere Fragestellung auf: Wie frei ist Deine Leitung zu Deinem Höheren Selbst und wie gut ist Dein innerer Antennenempfang? 

Der Blockaden und Störungen in der Verbindung zum Höheren Selbst gibt es viele. Und entsprechend vielfältig sind die Methoden zur inneren Reinigung und Heilung: Therapie, Selbststudium, Yoga, Asanas, Pranayama, sattvische Ernährung, Weisheitsstudium, Meditation, Karma-Klärung, Chakra-Balancing, Reintegration von Seelenfragmenten, innere Heil- und Energiearbeit, Selbstkultivierung und Charakterentwicklung.

Das Göttliche ist immer hier und präsent. Die Frage „Wo ist Gott?“ ist obsolet, und muss im Grunde mit „Wo bist Du?!“ ersetzt werden. Wo stehst Du in Bezug auf Dein eigenes Seelenwesen? Sind Deine Entscheidungen im Leben an göttlicher Ordnung ausgerichtet: Lebendigkeit, Schöpferkraft, Grosszügigkeit, Kooperation, Kreativität, Klarheit, Respekt für alle Lebewesen, Wohlwollen, Vergeben, Gelassenheit, Liebe, Harmonie, Friedfertigkeit, Unkorrumpierbarkeit? Wie integer bist Du? Doktorst Du an Symptomen herum, oder gehst Du den Dingen auf den Grund? 

Was ist Deine allgemeine, durchschnittliche Alltagsfrequenz? Bist Du mit der Realität, die von Deiner Frequenz geschaffen wird, zufrieden? Weisst Du Bescheid über die multidimensionale Anatomie des Menschen? Ermöglichst Du, dass Intuitionen und Inspirationen Dich erreichen, UND bist Du klar und stark genug, ihnen zu folgen, auch wenn sich ihr Sinn nicht sofort, sondern erst im Nachhinein, erschliesst? 

Die bewusste Verkörperung von Seele und Spirit dient wirklich einer grossen Sache: unserer Selbstrealisierung, unserer Eigenermächtigung und Souveränität. Kurz gesagt: unserem authentischen Wohlbefinden. Und die damit einhergehende multidimensionale Integrität ist inspirierend und einer der wichtigsten Beiträge zum kollektiven Bewusstsein auf diesem Planeten.

cosmos


 

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