Die Kehrseite der Religionen

Der Ärger begann mit der Gründung der Religionen in Form von systematisch organisierten, politisch instrumentalisierten Institutionen.

Der Ärger begann mit der Gründung der Religionen in Form von systematisch organisierten, politisch instrumentalisierten Institutionen.

Früher hatten wir verschiedene einheimische, schamanische und heidnische Kulturen. Und diese Traditionen hatten ihren Fokus auf Selbstbestimmung, Souveränität, Einklang mit der Natur, Respekt für die Erde und die universelle, gütige Lebenskraft, die größer ist als wir (Gott / Quelle / das Höchstgöttliche). Ganz so, wie Sanatana Dharma es tut (= die ewig währenden Lebensrichtlinien hinduistischen Ursprungs / Yoga).

Im Gegensatz dazu, ermutigen (Mainstream-) Religionen die Menschen nicht, eigenverantwortlich und eigenmächtig zu sein, selbst zu denken und zu fühlen. Religionen neigen dazu, sich auf den Glauben, die Hoffnung und das Warten auf Erlösung oder Rettung zu konzentrieren, und dabei setzen sie Konzepte von Sünde, Schuld und Strafe als Hauptwerkzeuge ein, um die Menschen zu manipulieren. Und sie installieren Angst (vor dem Urteil des „allsehenden, bewertenden Gottvaters“ und vor der „Hölle“), um Gehorsam zu erreichen. Hinzu kommt: Reinkarnation (Karma) wurde von allen monotheistischen Religionen der Welt verweigert. Damit heisst es: Selbstverantwortung des Einzelnen, bye bye.

Auf diese Weise wurden die Menschen von ihrer eigenen Intelligenz, inhärenten Intuition, ihrer reinen Lebenskraft (= Vitalität, Sexualität, Kreativität) und ihren Heilfähigkeiten, ihrer Verbindung zum Kosmos und den Zyklen der Natur abgeschnitten. 

Folge davon ist eine Unterwerfung an Konventionen, Versklavung an gängige Lebensmodelle sowie eine ewige Unruhe, die zu Ausschweifungen und Süchten (Machthunger, Kontrolle, Status, Besitz, Substanzen, Sex) als Ersatz für eine wahre innere Erfüllung, führt. Dabei hat der Ausschluss der intuitiven, weiblichen Kräfte und kreativen Kapazitäten in unseren patriarchalen Gesellschaften zu Intellektualisierung, Dumpfheit, Dogmen, Frauenfeindlichkeit und Fremdbestimmtheit geführt. Intellektuelle Schärfe wird bewundert, während das Fühlen unterdrückt wird. Das resultiert nicht nur in blockiertem Solar Plexus, sondern auch in einer Unterernährung des Herzens. Menschen bleiben machtlos, bedürftig und suchend. Unbewusst und wie bspw. von der Kirche indokriniert, erwarten sie die Rettung von Aussen.

Was Religionen eigentlich fördern sollten, ist nicht Thema, wird sogar als esoterischer Humbug abgestempelt: Kommunion with unserem höheren Selbst, unserer Seele und unserer Quelle. Was menschliches Leben auf der Erde wundervoll und lebenswert macht, ist blockiert: unser wahres Selbst zu kennen, Synergie mit der Natur und anderen Lebewesen, Selbstheilungskräfte, höhere Sinneswahrnehmung und telepathische Kommunikation, Harmonie, kooperative Beziehungen, sich sicher fühlen, sprudelnder Selbstausddruck, bedingungslose Liebe, im Lebensfluss sein und Hingabe an die göttliche Führung. Stattdessen beobachten wir unterdrückte Gefühle und Seelenfragmentierung, Kontrollsucht, Angstmacherei, begrenzende Glaubenssätze und Identifikationen, Regression und Dis-ease – und ein Mangel an Orientierung, nicht zuletzt aufgrund der zunehmenden Dissonanz mit dem, was die Mainstream-Religionen anbieten (oder auch einfordern wie bspw. obligatorische Kirchensteuern).

Zum Glück ist jeder Mensch mit einem freien Willen ausgestattet, um eine neue Wahl zu treffen und sich selbstverantwortlich für einen Weg der Aufrichtung und des Ganzseins, des Bewusstseins und der Versöhnung, der Drama-Immunität und Unkorrumpierbarkeit – kurz: für seine Integrität – zu entscheiden.

Wege nach vorn:

 Freundlichkeit mitgestalten: meint das Pflegen wertschätzender, liebevoller Beziehungen mit sich selbst, nahestehenden Menschen, der Natur und allen Lebewesen. Einheit leben und andere so behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte.

Fokus verändern: von der Suche nach Antworten und Orientierung im Aussen, zum Suchen und Finden von Wissen in sich selbst (Weisheit). Beobachten und erspüren, was in Dir vorgeht. Der Intuition folgen.

Bewusstsein kultivieren: sich gesunder Lebensführung, höherer Sinneswahrnehmung und wachsender Unterscheidungsfähigkeit widmen. Impulsive Reaktionen mit bewusstem Reagieren ersetzen.

 Wert beitragen: Erlauben, dass erwachte Informationen und ganzheitliche Lebensperspektiven verbreitet werden, um das Feld der Wahlmöglichkeiten zu erweitern.

„Gott zu kennen“ kommt aus der eigenen Erfahrung und inneren Realisierung. Wenn das Göttliche erlebt wurde, dann ist Glauben beendet und wird durch inneres Wissen ersetzt. Und dafür sind keine Religionen notwendig.

hearts

Das Göttliche ist greifbarer Nähe, nämlich direkt in uns. Gott ist uns sogar noch näher als unser Atem. Reines Bewusst-sein kommt noch vor der Atmung (was bspw. deutlich wird, wenn in Meditation / hohen Bewusstseinzuständen das Atmen aussetzt und wir nichtsdestotrotz weiterhin „sind“).

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