Archiv der Kategorie: Traditionen im Westen & Osten

FastFood-Spiritualität am Kailash

Ich bin gerade von meiner Pilgerschaft zum Mount Kailash und Manasarovar See zurückgekehrt. Tibet hatte mich quasi magnetisch angezogen und die Reise war wirklich eine lebensverändernde Erfahrung. In einer kleinen Gruppe von elf Personen aus verschiedenen Ländern, haben wir alle die traditionelle Kailash- Umschreitung zu Fuß absolviert, ohne Pferde und innerhalb von drei Tagen. Der schwierigste Teil war die Wanderung am zweiten Tag über den Dolma La Pass nordöstlich des Kailash auf einer Höhe von 5640m. Der steinige Pfad war steil, die Luft war dünn und wir wurden mit Windböen, Regen und Schnee konfrontiert. Aber vergiss das Wetter und die äusseren Umstände. Die wahre Herausforderung dabei war zu spüren, wie meine innere Welt geknetet wurde. Kailash dreht wirklich Dein Inneres nach Aussen. Er ermöglicht Dir, alte belastende Daten zu entlassen, und eröffnet neue Tore des Bewusstseins. Ich bin noch nicht bereit, in Worten zu fassen, wie tief Kailash und Manasarovar mich bewegt und verändert haben, auf allen Ebenen meines Seins. Aber worüber ich jetzt schreiben kann und möchte, ist die Realität des verrückten, unkontrollierten Tourismus rund um Kailash.

In Sachen Ausrüstung wird für die Parikrama (rituelle Umschreitung des heiligen Kailash als Zeichen der Ehrerbietung, auch Kora genannt) nicht viel benötigt. Angesichts des unwegsamen Geländes und des unberechenbaren Wetters sind gute Schuhe, eine warme Mütze, wasserdichte Handschuhe sowie eine Windjacke natürlich empfehlenswert. Viel wichtiger ist allerdings Deine Ausrichtung von Körper, Geist, Herz und Geist. Du musst körperlich und geistig fit sein (und Dir dann erlauben, Dich den wohlwollenden Kräften der Existenz hinzugeben). Weiterlesen

Powerhouse India feiert Göttinnenkraft!

Navratri-2014

Bedeutungsvolle Feiertage in Indien: bei NAVRATRI geht es um 9 Aspekte der grossen Göttin Ma Durga. Beim anschliessenden DUSSEHRA wird der Sieg des Lichts über die Dunkelheit zelebriert.

Das Fest Dussehra (auch Vijayadashami genannt) ist der Höhepunkt und Folgetag des alljährlichen, neuntägigen Navratri-Festivals, das in ganz Indien Tradition hat. Bei Navratri geht es um die grosse Göttin mit ihren neun Facetten und Qualitäten als 

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Weihnachten – ursprüngliche Bedeutung

winter solstice

Heute (22. Dezember 2015) haben wir die Winter-Sonnenwende (auf der Nordhalbkugel der Erde). Von nun an werden die Tage wieder länger. Was mehr und mehr Menschen würdigen ist, dass es sich hier um den ursprünglichen Grund für Festlichkeiten im Dezember handelt. Ja, Weihnachten ist die Zeit, in der wir die Geburt von Jesus oder den Aufstieg des Christus-Bewusstseins feiern, aber dahinter steckt mehr.

Während Christen quasi Eigentum am Wintersonnenwende-Fest beanspruchen, ist es sicher angemessen zu erkennen, dass diese Zeit des Jahres schon immer spirituell geprägt war, der christlichen Ära Tausende von Jahren vorausgehend. In verschiedenen Kulturen auf dem ganzen Planeten gibt es vielerlei Traditionen und Zeremonien, die mit der Wende der Sonne, der Rückkehr zum Leben und „Auferstehung aus dem Tod des Winters“ verbunden sind. Weiterlesen

Zu Ehren unserer Vorfahren

Mit dem September Vollmond beginnt hier in Indien das alljährliche 15-tägige Festival „Shradh“. Diese Zeit wird den Ahnen gewidmet. Mit speziellen Gebeten, Offerten und Zeremonien bitten Familienangehörige, dass die Jenseitigen in Frieden ruhen und ihren guten Platz im Himmel finden mögen. Man erinnert, dankt und ehrt die Vorfahren. Gleichzeitig bittet man sie um Segnung und Schutz. 

Ganga Rishikesh

Während sich die Feiern in Indien über mehr als zwei Wochen erstrecken, gedenken die evangelischen und katholischen Kirchen der Toten an einem Tag: Totensonntag (evangelisch) und Allerseelen (katholisch). Allerseelen feiert die römisch-katholische Kirche nach Allerheiligen und der Totensonntag ist der letzte Sonntag vor dem ersten Adventssonntag und damit der letzte Sonntag des Kirchenjahres. Weiterlesen

Ostern – die ursprüngliche Bedeutung

Ostern ist ursprünglich das Fest des Frühlings mit vielen heidnischen/indigenen Einflüssen. Ostern (Englisch: Easter) hat seinen Namen von der Göttin Ēostre oder Ostara, welche die heidnische Göttin des Frühlings und eine germanische Gottheit war.

Ursprünglich waren die Osterfeiern zu Ehren von Eostre, aber diese Tradition ist ausgestorben und wurde mit dem christlichen Fest der Auferstehung von Jesus ersetzt. 

Goddess Ostara
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Maha Navratri – 9 göttliche Nächte

navrati

Navaratri ist das Hindu Fest zu Ehren der weiblichen Aspekte des Göttlichen

Navratri ist eines der größten jährlichen indischen Festivals (im Oktober) und wird im ganzen Land mit großem Eifer über neun Nächte gefeiert (Maha Navaratri = Sanskrit, maha: groß, nava: 9 und ratri: Nächte). In dieser Zeit werden in zahlreichen Ritualen und Zeremonien alle Ausdrücke des göttlich Weiblichen verehrt, welche uns aus der Finsternis ins Licht, aus Illusion zur Wahrheit und von der Trennung zur Einheit führen.

Das Fest Navratri ist universell von Bedeutung, da es sich um eine Zeit handelt, in der die göttliche Mutter, in all ihren Aspekten und Kräften, für den gesamten Planeten aktiviert wird. Navratri dient durch die Süße und Stärke der heiligen femininen Präsenz der gesamten Menschheit. Während Navratri wird die ganze Welt und der gesamte Kosmos an Shakti – der allumfassenden, ultimativen, sprudelnden, kosmischen, kreativen Energie des Göttlichen (konzeptualisiert als Göttin Durga) – ausgerichtet. Weiterlesen