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Spirituelle Räuber & bedenkliche Gurus

Auf diamantscharfe Klarheit und Unterscheidungsfähigkeit.

Was in einigen bekannten Ashrams und spirituellen Gemeinschaften passiert, ist umwerfend – allerdings nicht im positiven Sinne. Und damit meine ich kein sichtbares Fehlverhalten wie finanzielle Korruption oder Sex-Skandale. Nein, ich möchte darauf hinweisen, dass erheblicher Schaden im unsichtbaren, metaphysischen Bereich von Bewusstsein und Energien stattfinden kann. Ich habe selbst die Komplexität der Täuschungsmaneuver einiger Gurus erfahren, und gesehen wie perfide und abgründig dabei der psychologische und energetische Missbrauch in unseren heiligen Seelenräumen sein kann. Natürlich geschieht sowas nicht nur in Indien. Aber die spirituellen Platzhirsche Indiens, welche Tausende von Anhängern aus aller Welt anziehen, haben offensichtlich besonders einflussreiche Methoden und Netzwerke entwickelt.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich in überraschenden Trainingseinheiten erlebt und verstanden, wie schnell sich gesunde, zurechnungsfähige Menschen verlieren und in einem kultähnlichen Guru-Reich verirren können. Bereits vor 10 Jahren erlebte ich das Fehlverhalten eines Gurus, aber das war ein Sonntagsspaziergang im Vergleich zu dem aktuelleren Fall. 

Das führt mich auch gleich zu zwei der wichtigsten Kernpunkte dieses Artikels: a.) Es ist von größter Wichtigkeit, aufmerksam zu bleiben und die eigene Intuition ernst zu nehmen: Es ist entscheidend, uns selbst und einen Guru sorgfältig zu prüfen, egal ob Yogalehrer oder angeblicher Avatar. Ist der Guru vertrauenswürdig oder labt er sich an unserer Energie, schürt er unsere Abhängigkeit, manipuliert er mit sexuellem Magnetismus oder Angst, und verlangt er Dinge, die wir möglicherweise später bereuen? Auch gilt es, bewusst zu sein, wenn wir unsere eigenen Schattenaspekte auf ihn projizieren. Und wir können die Gelegenheit nutzen, uns zu heilen (Stichwort Übertragung / Gegenübertragung). Und b.) Neugier zu folgen, kann riskant sein: Ich wusste innerhalb der ersten 48 Stunden nach Ankunft im Ashram des Gurus, dass etwas ernsthaft mit ihm und seiner Gruppe schräg war. Dennoch blieb ich. Ich war neugierig und wollte das was ich da wahrnahm besser verstehen (ich hatte auch eine nicht unerhebliche Summe Geld bezahlt und wollte mein Geld nicht einfach so verlieren). Ich hatte keine Ahnung, auf welches Risiko ich mich damit einliess.
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