Sexualisierte Gesellschaft & Fremdgesteuerte Lust

Nach Jahrzehnten im Ausland – u.a. im Mittleren Osten und in Indien, habe ich festgestellt, dass der Westen schon sehr speziell ist.

Tendenziell ist im Westen alles sexualisiert – Autos, Mineralwasser, Yoga, Pasta und Partnerwahl. Im deutschen TV gibt es frühabendliche Shows, in denen Teilnehmer einen potenziellen Partner nach Aussehen der Genitalien auswählen! Der Standard ist schlaff kann man sagen. Italien steht dem allerdings in nichts nach.

Bei den diversen oberflächlichen Einflüssen, die schon im Mutterleib auf Ungeborene einprasseln, woher wissen sie später als Erwachsene, ob ihre Sexualität wirklich ihre ist, oder fremdgesteuert? Wo sind Vergleichsmöglichkeiten?

Die meisten Menschen sind nicht nur mit Entitäten besetzt, sondern auch voll von sexuellen Mind Control -, Lust- und Elendsprogrammen, die sie schwächen und ablenken. Menschen sind sexuell versklavt, ohne es zu wissen. Und sie können keine informierte Einwilligung oder Ablehnung geben, weil sie gar nicht erst umfassend aufgeklärt wurden.

Womöglich ist es für viele schwer nachvollziehbar, dass Sexualität und Spiritualität ebenso den Narrativen der Gatekeeper unterliegen, wie Pharma, Finanzen und Fashion. Die meisten Menschen sind leider auch in diesen ganz persönlichen Lebensbereichen in popularisierten Vorstellungen oder Glaubenssätzen und somit in einer Illusion von Wahlmöglichkeiten gefangen. 

Medien, Gesundheitsorganisationen und Experten sagen uns, wie es geht – wer mit wem, wie oft und wie lange. Ebenso wann und wieviel Familiennachwuchs. Wer ist sich der gesellschaftlichen Annahmen und Erwartungen wirklich bewusst? Wer hinterfragt die Normen? Wer sucht, findet und steht zu seiner Wahrheit? Woher wissen wir, ob unsere Lust und Erregung wirklich unsere ist, oder von Entitäten (eigenen, die des Partners oder des Kollektivs) ausgelöst? Von Succubi und Incubi?

Visuelle Reize schiessen ungefiltert und unzensiert in den Schoss. Das ist auch eine Form von Mind Control. Konsum wird zur Notwendigkeit, zur Gewohnheit und dann zur Abhängigkeit. Die Biochemie tut dabei ihr Übriges. Mit Freiheit und Selbstermächtigung hat das nichts zu tun. Mit Sacred Sex erst recht nicht. Eher mit Erschöpfung der Drüsen und Lebenskräfte. Da helfen weder Kakaozeremonie noch die Etikettierung „Tantra“.

Ähnliches in der Spiritualität: Was gefördert wird sind Abhängigkeiten von sogenannten Authoritäten im Aussen: Guru, Kult-Community, Influencer, Tarotkartenleser, Channeller, Medium, selbsternannte Priester oder längst tote, zu Göttern erhobene Heilige oder Religionen. 

Sexualität ist ein komplexes Thema, das von einer Vielzahl von Akteuren beeinflusst wird. Diese Gatekeeper gestalten die Normen darüber, was als richtig, gut, trendy, attraktiv oder gesund gilt. „Pervers“ gibt es kaum noch auf der Richterskala. Viel wird toleriert, normalisiert. Wird zum Standard. Und die Digitalisierung macht es einfach, sexuelle Inhalte zu konsumieren und schnell zu verbreiten. Porn ist ein Riesengeschäft, vor allem auch weil es süchtig macht.

Sex Appeal ist die persönliche Währung im Westen. Sex und Sex Appeal werden häufig mit Macht und Status verbunden. Viele identifizieren sich mit ihrer äusserlichen Attraktivität und ihrem Sexleben. Würde und Selbstrespekt bleiben da schnell auf der Strecke.

In Indien wird das Thema wesentlich sensibler gehandhabt und ist von traditionellen Geschlechterrollen sowie kulturellen und historischen Werten beeinflusst. Enthaltsamkeit (Brahmacharya) ist in vielen spirituellen Traditionen Indiens, einschließlich Yoga, ein zentraler Aspekt. Sie wird als Mittel für persönliche Transformation angesehen, um Lebensenergie (Prana) zu bewahren und für innere, spirituelle Prozesse zu nutzen – für den Weg zurück zu Gott / zum Höchstgöttlichen.

Indiens Sanatana Dharma, das als zeitlose Lebensanleitung zur Selbstrealisierung angesehen wird, betont die Suche nach Selbstverwirklichung und Befreiung. Und dazu gehört selbstverständlich auch die Meisterschaft über die eigenen Gelüste, Tendenzen und Versuchungen. Der Westen könnte hiervon viel lernen…

“Konsumverhalten, Frauenfeindlichkeit und Sexualität sind die am stärksten kontrollierten und manipulierten Glaubenssysteme, um die Versklavung und den Vampirismus der Menschheit fortzusetzen. (…) Das Programm „Sexuelles Elend“ zielt darauf ab, die sexuellen Energien und damit die spirituellen Energien der auf diesem Planeten inkarnierten Menschen absichtlich umzukehren, zu verzerren, zu manipulieren und zu missbrauchen. Ziel ist es, sexuelle Räuber und sexuelle Abweichungen in der Menschheit hervorzurufen, vor bei allem Menschen mit Suchtproblemen, deren sexuelle Energie leicht abgeerntet werden kann. (…) Referenz aus historischen Zeitlinien und der Vorbereitung des New Age: Sexuelles Elend, Gedankenkontrolle und Implantate zum Abschöpfen menschlicher kreativer sexueller Energien und für Hybridzuchtprogramme.”
– Lisa Renee, Energetic Synthesis

In dem Zusammenhang noch ein Hinweis auf metaphysische Einflüsse:

Männer und Frauen, die sich vorstellen, durch Masturbation Sex mit einer anderen Person zu haben, die den Drang, zu masturbieren oder sich heisses Material anzuschauen, nicht kontrollieren können, sowie Menschen, die unter „Astralem Liebes-Zauber“ stehen und zwanghaft „umwerfenden“ Sex haben, sind fast immer besessen – von einem negativen, parasitären Wesen. 

Der Begriff für diese Entitäten: Succubus (ein weiblicher, besonders schöner und lüsterner Dämon / Teuflin, die sich einen Mann sucht) bzw. Incubus (Dämon oder Geist, der sich eine Frau sucht, um sich mit ihr zu paaren).

Der Schweizer Maler Johann Heinrich Füssli (1741–1825) stellte Incubi in vielen Bildern und Grafiken erstmals ikonografisch dar. Das wohl bekannteste Werk Füsslis, Der Nachtmahr, existiert in verschiedenen Versionen. Einfach mal googlen.

(Titelfoto oben: pinterest, unbekannte Quelle, Illustration unten: Netzfund, unbekannte Quelle)