Seit vielen Jahren begleite ich Menschen als ganzheitliche Mentorin. Kluge, reflektierte und oft auch sehr erfolgreiche Menschen. Rückblickend fällt mir auf, dass wir oft an denselben Punkt kamen.
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Seit vielen Jahren begleite ich Menschen als ganzheitliche Mentorin. Kluge, reflektierte und oft auch sehr erfolgreiche Menschen. Rückblickend fällt mir auf, dass wir oft an denselben Punkt kamen.
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Wenn ich auf die Beiträge zurückblicke, die ich in den vergangenen Jahren geteilt habe, erkenne ich einen roten – oder vielleicht goldenen – Faden.
Ob Therapie, Heilung, Bewusstsein, Pilgerschaft, Spiritualität, menschliches Potenzial, Technologie oder ganz alltägliche Beobachtungen: Die Frage darunter war immer dieselbe: Was bedeutet es, ganz Mensch zu sein?
Oder eine meiner liebsten Fragen: Worum geht es wirklich?
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Es gibt Frauen, die stark, intelligent, kreativ, fähig, feinfühlig, vielleicht sogar außergewöhnlich wirken. Und doch leben sie innerlich in einer unsichtbaren Anspannung. Nicht weil sie schwach wären. Nicht weil sie unfähig wären. Sondern weil ihr Nervensystem früh im Leben ein unausgesprochenes Regelwerk gelernt hat: „Meine Lebendigkeit hat Konsequenzen.“ Viele dieser Frauen fühlen sich oft schuldig für ihre eigene Größe.
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Ärgerlich oder wütend zu sein, ist ja irgendwie nicht so angesagt. Gesellschaftlich ist es tendenziell verpönt und tabuisiert. Und in der spirituellen Szene hat man eher alles mit Licht und Liebe zu beleuchten. Wer Ärger ausdrückt kommt aus einem schlechten Elternhaus oder ist Anfänger in Sachen Spiritualität und muss noch lernen, dass wir alle eins sind und eh alles Maya, eine Illusion, ist. Wäre die Welt so einfach! Was dabei oft verloren geht, ist etwas ziemlich Wesentliches: Unterscheidungsvermögen. Interessanterweise ist Wut in öffentlichen Kontexten völlig normalisiert und akzeptiert: Sport, Politik, Social Media.
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Viele Menschen sind nicht nur müde. Sie sind überfüllt. Mit Informationen, Meinungen, Tools, Optionen, Selbstoptimierungsimpulsen und inzwischen auch mit jederzeit abrufbaren KI-Antworten. Das Nervensystem kommt kaum noch zur Ruhe. Die Grenze zwischen echter Erkenntnis durch bewusste Wahrnehmung und bloßer Reaktion angesichts konstanter Reizüberflutung verschwimmt.
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Manche Klienten kommen in eine Sitzung und haben bereits „wahnsinnig viel gemacht“. Sie kennen die Sprache der inneren Arbeit. Vielleicht haben sie schon Therapie, Coaching, Traumaarbeit, Körperarbeit, Energiearbeit, spirituelle Praxis, Suchtarbeit, Nervensystem-Regulation oder Schamanismus ausprobiert. Sie sind mit dem Thema Heilung also keineswegs unvertraut.
Und trotzdem ist derselbe Schmerz noch da bei ihnen. Dieselben Muster von körperlichem Unwohlsein, mentalen Schleifen, emotionaler Instabilität oder destruktiven Verhaltensweisen. Nur dass das Ganze jetzt vielleicht in therapeutischer Sprache verpackt ist.
Auf einer Ebene sind diese Klienten also keine Anfänger. Sie sind oft reflektiert und sprachlich gewandt. Aber genau da beginnt häufig auch die Herausforderung. Denn viel gemacht zu haben oder viel zu wissen, ist nicht dasselbe, wie wirklich offen zu sein.
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Ich versuche heute, eine Dynamik zu benennen, die viele intuitiv kennen und doch oft nur schwer in Worte fassen können. Denn sie ist tatsächlich nicht leicht zu greifen. Sie zeigt sich in Freundschaften, Partnerschaften, Familien, Teams und Communities.
Es ist eine Dynamik mit einer eigentümlichen Atmosphäre. Nach außen oft ruhig und fürsorglich, aber gleichzeitig von einer unterschwelligen Unsicherheit durchzogen. Etwas fühlt sich von Anfang an nicht ganz stimmig an. Wie ein ruhiger Strand mit dunkler werdendem Meer und schweren Wolken am Horizont. Man spürt, dass etwas nicht sicher ist, auch wenn man noch nicht genau sagen kann, warum.
Einer der verwirrendsten Konflikte, die ich je erlebt habe, war mit einer Frau, die ich in einer noch relativ kurzen Freundschaft als zutiefst fürsorglich erlebt hatte.
Sie kümmerte sich um Straßenhunde. Sie sprach die Sprache des Mitgefühls. Sie wirkte moralisch engagiert, emotional wach und bereit zu handeln, wo andere vielleicht weggesehen hätten. In vielerlei Hinsicht schien sie genau die Art Mensch zu sein, der man vertraut.
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In den letzten zwei bis drei Jahren hat sich immer klarer herauskristallisiert, mit wem meine Arbeit wirklich in Resonanz geht. Das lief ganz natürlich, aus der Praxis heraus, aus Begegnungen und Prozessen.
Ich begleite vor allem Menschen, die bereits etwas in ihrem Leben verwirklicht haben. Menschen, die Verantwortung übernommen haben, für sich selbst, für Projekte, Beziehungen, Familien, Unternehmen, ihren kreativen Ausdruck. Menschen, die im Leben stehen und die gleichzeitig spüren: Da ist noch etwas Tieferes, Wesentlicheres, das entdeckt, integriert und verkörpert werden möchte.
Und auch Menschen, die auf ihrem spirituellen Weg in eine Art Sackgasse geraten sind. Die schon viel gemacht haben – Yoga, Meditation, Reiki, Kurse, Retreats, Lehrer, Methoden, vielleicht auch die „Licht & Liebe“ Nummer – und nun konkret spüren: noch ein Konzept, noch ein Tool, noch ein Retreat bringt mich nicht wirklich weiter. Es wäre ein Mehr desselben. Nicht, weil diese Wege falsch waren, sondern weil sich das innere Bedürfnis verändert hat. Es geht nicht mehr um „mehr“, sondern um wahrer. Nicht mehr um Erfahrungssammlung, sondern um Integration und verkörperte Wahrheit.
Das spiegelt im Grunde genau meinen eigenen Weg wider: internationale Karriere in westlichen Metropolen und parallel immer meine Forschung nach dem, worum es wirklich geht und wie echtes, anhaltendes Glücklichsein möglich ist.
Und eines ist mir dabei immer klarer geworden, nämlich dass der wichtigste Schritt auf dem inneren Weg Ehrlichkeit mit sich selbst ist. Die Bereitschaft, wirklich hinzuschauen. Ohne Beschönigung. Ohne Spiritual Bypassing. Ohne Geschichten. Wenigstens ehrlich mit sich selbst zu sein. Die Frage, ob andere dann „informiert“ werden sollen, diesen Weg mitgehen wollen oder können, ist erstmal nicht relevant und steht auf einem anderen Blatt.
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Dies ist der letzte Beitrag aus der Reihe „Festtage“ – die Lichterkette darf jetzt wieder in die Kiste. Ab hier widme ich mich wieder direkter den Themen persönliche Entwicklung, heilsame Befreiung und gelebter Selbstausdruck. Jetzt aber erst nochmal zum Neujahr an diesem 2. Januar, weil es etwas mit uns macht…
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Mit 19 oder 20 habe ich zum ersten Mal entschieden, Silvester nicht zu feiern und mich bewusst aus den üblichen Partys rauszuhalten. Nachdem ich all die Jahre immer brav mitgefeiert hatte, mit Familie oder Freunden, war absehbar: es ist jedes Jahr ein Mehr desselben.
Es mangelte nicht an Einladungen, privat oder in einem Club zu feiern. Aber ich wollte einfach nicht. Ich wollte nicht bis Mitternacht warten und Sekunden zählen, wollte nicht angebaggert werden und nicht spät in der Nacht oder am frühen Morgen im Party-Outfit durch nass-eisige, schwefelig-riechende Strassen laufen und im Taxi sitzen oder von einer Person abhängig sein, die versprochen hatte, nichts zu trinken.
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Wenn Du Dich jedes Jahr im Dezember verspannst, ohne genau zu wissen warum, bist Du nicht allein.
Viele sehen den Weihnachstagen mit einer gewissen Anspannung entgegen. Mit Stress. Und vielleicht passt Ambivalenz am besten als Beschreibung, denn es ist meist keine schwarz-weiss Haltung, kein eindeutiges Dafür oder Dagegen, sondern eher eine Mischung aus Freude, Melancholie, Druck, latenter Irritation, Schwere und Müdigkeit, die sich in dieser Jahreszeit um das grosse Fest herum einstellt. Sie fühlen sich so jeden Dezember. Viele passen sich den Gegebenheiten an und zunehmend mehr flüchten – in Wellnesshotels im Harz oder nach Hawaii. Bloss weg von Krippe, Kirche und Keksen.
Alle Jahre wieder kommt das Christkind, aber eben auch dieses Gefühlsmuster. Und genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
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Damals in Hamburg. Lang, lang ist es her. Wie lang genau, keine Ahnung, denn die Abi-Zeitung meines Jahrgangs hat es versäumt, ein Datum auf das Cover zu drucken. Ich erinnerte mich heute beim Kochen an meinen Artikel, den ich damals last minute zum Redaktionsschluss beigesteuert hatte. Das Redaktionsteam hatte mich gefragt, ob ich nicht noch die halbe leere Magazinseite füllen könnte. Und so schrieb ich spontan eine Review meines Kunst-Leistungskurses. Und ja, der Lehrer schnitt nicht gut ab. Aber wir ja auch nicht.
Mein Artikel von damals war betitelt: „Verkrampft, spießig und gehemmt“. Und damit waren wir Schüler gemeint, die sich Kunst als Leistungskurs und damit als Abiturprüfungsfach gewählt hatten. Es war das Zitat unseres Kunstlehrers und ein Kommentar, den wir in dieser Zeit immer wieder zu hören bekamen.
Während ich heute darüber nachdenke, muss ich zugeben: Ja, wir waren verkrampft, spießig und gehemmt. Aber wir waren noch so viel mehr.
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Zunehmend mehr Menschen sprechen von Energien. „Da war so viel Energie im Raum“, „das Seminar war echt intensiv“ oder „wow, ich habe da richtig was gespürt“. Das ist wundervoll und zeigt, dass sich unsere Wahrnehmung erweitert. Wir nehmen das Fühlen und unser Spürbewusstsein ernster. Wir werden aufmerksamer. Wir achten auf Untertöne in einem Gespräch oder einer email, auf die Stimmung im Gegenüber, Atmosphäre in einem Raum, Wärme oder Kühle in Begegnungen. Wir nehmen zunehmend auch Energie in Worten, Taten, Gesten und Mimik sowie in Kunst, Musik, Büchern und der Farbwahl von Kleidung wahr. Grossartig! Endlich!
Gleichzeitig erlebe ich als ganzheitlicher Coach und Energiepraktiker etwas, das mich nachdenklich macht. Denn gerade weil diese Sensibilität wächst, entsteht ein neues Bedürfnis: Wir müssen lernen, das Wahrgenommene differenzierter zu verstehen und zu benennen. Viele Menschen spüren inzwischen viel, aber sie können meist nur wenig unterscheiden. Es bedarf der Bewusstseinspraxis.
„Energie“ ist ein grosses Wort. Aber es beschreibt kaum, wie etwas gewirkt hat, warum wir uns so oder so fühlen oder ob eine Erfahrung wirklich nährend, transformierend oder vielleicht einfach nur überwältigend war. Intensität allein ist kein Qualitätsmerkmal!
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Etwas bewegt sich gerade. Nicht nur in einzelnen Beziehungen, sondern in ganzen Generationen. Frauen wachen auf, Männer stolpern hinterher. Das ist eine Beobachtung, keine Bewertung. Frauen spüren eine Kraft, die lange verschüttet war. Und viele Paare stehen plötzlich an einem Punkt, den niemand kommen sah. Oder niemand aussprechen wollte.
Es ist eine Erschütterung, die tiefere Wurzeln und mehr Facetten hat, als wir denken.
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Erschöpfung ohne erkennbaren Grund. Aufwachen mit diffuser ängstlicher Unruhe um drei Uhr morgens. Oder Aufwachen zur Wahrheit über die unausgewogene Partnerschaft – mit einer Intuition, die so geschärft ist, dass du nicht mehr wegschauen kannst. Nicht selten geht es schon Ende 30 los.
Perimenopause und Menopause sind nicht einfach nur hormonelle Phasen. Sie sind meist auch ein Ruf der Seele und ein Wendepunkt, wo Aspekte unseres Seins abfallen weil sie nicht mehr passen. Sogar unsere Kleidung fühlt sich an, als gehöre sie zu einer nicht mehr existierenden Version von uns. Und du fragst dich: Wie bin ich hier gelandet? Wie konnte ich mich unterwegs so verlieren?
Was ist mit der Frau passiert, die einst selbstbewusst, kreativ und lebendig war? Derjenigen, die ihren Führerschein mit 18 in der Tasche hatte. Die erst um Mitternacht in die Clubs loszog und bis in die Morgenstunden zu Deep House, Garage oder Electro tanzte. Die Frau, die es überlebt hat, von Kindheit an die Mutter ihrer eigenen Eltern zu sein. Die mit 20 auszog, sich ihr Studium erarbeitete, um unabhängig zu sein, die erkundete, reiste, träumte, lebte. Alles ohne Handy – ausgestattet nur mit Intuition, gesundem Menschenverstand und einem Anrufbeantworter am Festnetztelefon.
Unsere Generation – die 70er-Mädchen, 80er-Diven und 90er-Entdeckerinnen – lernte, alles zu sein: Karrierefrau, perfekte Partnerin, Multitasking-Mutter, emotional intelligent, spirituell erwacht, umweltbewusst, endlos geduldig und mühelos schön. Und das alles, während sie Geburtstage erinnerte, sich die Beine wachste, meditierte und darauf achtete, Bio-Lebensmittel zu kaufen.
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Die Begriffe Co-Abhängigkeit und Trauma-Bindung werden oft synonym verwendet, aber sie beschreiben sehr unterschiedliche Dynamiken. Ich versuche hier mal, den Unterschied so einfach wie möglich zu erklären – basierend auf meinen eigenen Erfahrungen und den Einsichten, die ich durch die Arbeit mit meinen Klienten gewonnen habe.
Dieses Verständnis ist ein wichtiger Schlüssel, um den passenden Heilungsweg zu finden und Wiederholungen zu vermeiden. Wenn wir benennen können, was wirklich in uns geschieht, können wir unsere Selbstzweifel und Selbstsabotage abschmelzen. Und mit diesem Durchblick können wir uns gezielt entwirren, wieder in Kontakt mit uns selbst kommen und uns auf echte Befreiung zuzubewegen.
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