Wir haben ein Problem! Und zwar Führungspersönlichkeiten, die keine Verbindung zu Gott oder dem Göttlichen haben. Ob in der Politik oder in der Wirtschaft, Führungskräfte müssen mehr als nur strategisches Denken, intellektuelle Brillanz und branchenspezifisches Fachwissen mitbringen. Denn ohne inneren spirituellen Kompass und Verbindung zum Göttlichen – oder auch nur einer Ahnung davon – richten sie mehr Schaden an, als wir uns vielleicht vorstellen können.
Im Gegensatz dazu können Führungskräfte, die eine selbsterlebte, fühlende Verbindung zu Gott haben – also nicht nur einen blinden Glauben – die Richtung ihrer Regierungs- und Entscheidungsprozesse tiefgreifend beeinflussen und die Gesellschaft zu ganzheitlichem Wohlbefinden und tieferen Wahrheiten führen.
Ein Mangel an bewusster Verbindung zum Göttlichen kann zu Mittelmäßigkeit oder Größenwahn führen. Das mag auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen, doch sowohl Mittelmäßigkeit als auch Hybris können aus einem Mangel an Bezug zum Göttlichen entstehen, je nachdem, wie Individuen oder Führungskräfte auf ihr Gefühl des Getrenntseins von Gott reagieren (was unbewusst geschieht).
Elon Musk wurde in gerade in dem Gespräch mit Alice Weidel (AfD-Chefin und Kanzlerkandidatin Deutschlands) von ihr gefragt: „Glauben Sie an Gott?“ Seine zögernden Überlegungen spiegelten eine gängige Perspektive in der heutigen Zeit wider. Musk sprach von einer „physikalischen Sicht der Realität“ und betonte eine „intellektuelle Neugier“ auf die Ursprünge des Universums. Er zeigte sich offen für die Idee einer höheren Macht, gestand jedoch Zweifel an der Existenz eines „moralischen Aufsehers“ angesichts des Bösen in der Welt. Aus meiner Sicht verdeutlicht Musks Dilemma, das Dunkle und Böse mit der Vorstellung einer göttlichen Präsenz zu vereinen, eine weit verbreitete existenzielle Zwickmühle. Die Interpretation „Wenn es Böses gibt, kann es keinen Gott geben“ mag plausibel klingen, springt jedoch zu voreiligen Schlussfolgerungen und ist nicht besonders nuanciert.
Diese Sichtweise übersieht ein großes Puzzlestück: den freien Willen des Menschen. Der freie Wille ist eine Eigenschaft, die uns die Macht verleiht, unsere Gedanken, Handlungen und Reaktionen innerhalb des Rahmens unseres individuellen Lebens zu wählen. Was immer wir tun oder unterlassen (geleitet von unserem Gewissen, Bewusstsein und Wissen), formt nicht nur unser eigenes Leben, sondern auch die Welt um uns herum. Viel Geld in bestimmte Projekte zu investieren, kann große Auswirkungen haben, ebenso wie das Ignorieren unserer intuitiven inneren Führung! Unsere Freiheit bringt die Verantwortung mit sich, unsere Entscheidungen an höheren Werten – göttlichen Werten – auszurichten, um so wenig Schaden und verbrannte Erde wie möglich zu hinterlassen.
Die Existenz von Dunkelheit und Bösem bedeutet nicht, dass es keinen Gott gibt. Vielmehr unterstreicht sie unsere Freiheit zu wählen und die Konsequenzen, die damit einhergehen.
Es wirft auch das Thema von Entitäten und Gruppierungen auf, die korrupt, gierig, sadistisch und betrügerisch sind – und nicht im Einklang mit dem Göttlichen stehen.
Und schließlich haben wir jene Unternehmen und Regierungen, die Gott spielen und das Wetter und unsere Gedanken manipulieren. Sie drängen auf Technologien, ki und Bioengineering, um uns zu „verbessern“. Dabei haben die meisten noch nichtmal begonnen, ihr eigenes organisches Potenzial als multidimensionaler Mensch zu realisieren!
Aus kosmischer Perspektive erleben wir gerade die Auswirkungen einer dunklen Ära, die im Sanskrit als Kaliyug bekannt ist. Beschreibungen der Endzeit finden sich in verschiedenen religiösen Texten. Die Bibel, hinduistische Schriften und andere Bücher skizzieren eine Phase von Prüfungen und Chaos. Doch dies ist keine Einladung, den Glauben an Gott zu verlieren. Ganz im Gegenteil, es ist ein Aufruf, sich an Gott zu erinnern, das Göttliche wieder ins Zentrum unseres Lebens zu stellen.
Kaliyug ist wie eine Jahreszeit, ein Zyklus innerhalb des größeren kosmischen Ozeans. Eine Ära des Lichts wird schließlich auftauchen – Erneuerung und Gleichgewicht mit sich bringend. Doch diejenigen, die weiterhin selbstsüchtig, unehrlich und betrügerisch sind, werden möglicherweise nicht erwachen und in diese neue Zeit aufsteigen. Denn der Weg der Befreiung erfordert eine Ausrichtung auf Liebe und Wahrheit – eine bewusste Hinwendung zum göttlichen Licht und zur göttlichen Ordnung.
Im Westen lernen wir meist, uns auf materiellen Erfolg oder physische und intellektuelle Leistungen zu konzentrieren, während Herzensbildung und spirituelle Entfaltung wenig Beachtung finden. In Schulen wird uns nicht beigebracht, wie wir unsere Emotionen navigieren oder unsere natürlichen Fähigkeiten wie Selbstheilung, Intuition und konstruktive, liebevolle Kommunikation kultivieren. Doch dies ist die Grundlage für ein göttlich ausgerichtetes, sinnvolles Leben.
Wenn Gesellschaften die Folgen von unverarbeiteten Kindheitstraumata und emotionalen Verletzungen ignorieren und unseren authentischen Selbstausdruck bestrafen oder lächerlich machen, bekommen wir Generationen von Menschen mit blockierten „Fühlfähigkeiten“ und einer Abtrennung von sich selbst. Sie mögen es schaffen, ihre Wahrheit und vor allem ihre unangenehmen Gefühle zu umgehen, zu leugnen und zu maskieren, aber langfristig verzerrt dies ihre Wahrnehmung von sich selbst und anderen. Denn das Ignorieren unterdrückter, vergessener Schmerzen blockiert auch ihr Gespür für ihre Bedürfnisse und Grenzen, ihre Seele, ihren Geist und ihre Lebensfreude.
Wenn Führungskräfte über das göttliche verwirrt sind, unbewusst bleiben oder ihm gleichgültig gegenüberstehen, hat ihre spirituelle Leere reale Konsequenzen:
- Führungskräfte, die aus einem Zustand der Trennung zum oder der Zweifel am Göttlichen handeln, treffen seltener Entscheidungen, welche die Heiligkeit aller Lebensformen achten. Es kommt zu einer Politik des Teilens und Herrschens (Divide & Conquer / Divide et impera). Ich gegen dich, wir gegen sie. Und Opfer-Täter-Archetypen spielen ihre Rolle dabei.
- Führungspersönlichkeiten ohne spirituelle Integrität neigen dazu, Entscheidungen zu treffen, die persönlichen Gewinnen oder Unternehmensinteressen dienen, anstatt dem kollektiven Wohl. Beziehungen werden rein transaktional, fokussiert auf kurzfristige Gewinne anstatt dass sie auf langanhaltender gegenseitiger Förderung und Bedeutung basieren.
- Ohne das Gesetz von Ursache und Wirkung zu begreifen und die Tatsache zu ignorieren, dass im spirituellen Bereich nichts unbemerkt bleibt, können Führungskräfte andere täuschen – ihre eigenen Teams, andere Menschen oder Verbündete. Anspruchsdenken, Gier nach Kontrolle und eine Vielzahl narzisstischer Dynamiken schleichen sich ein, wenn Menschen fragmentiert und ungeheilt sind.
- Führungskräfte ohne göttliche Verbindung können Schwierigkeiten haben, kreativ zu sein und tiefere Einsichten zu gewinnen, und geben sich daher womöglich eher mit konventionellen oder oberflächlichen Lösungen zufrieden, anstatt transformative und visionäre Ansätze zu verfolgen. Mangel an Tiefe und Inspiration kann zu Mittelmäßigkeit führen – nur das Nötigste zu tun und auf Nummer sicher zu gehen, weil es kein Streben nach Exzellenz und keinen Antrieb gibt, bedeutungsvollere Möglichkeiten zu erkunden. Damit kann einhergehen, dass sie nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen. Errungenschaften mögen an der Oberfläche beeindruckend wirken, doch fehlt es ihnen an Seele und Substanz, welche Vorhaben wirklich bemerkenswert und dauerhaft machen.
- Ein aufgeblähtes Gefühl der Selbstbedeutung und Größenwahn kann sich einschleichen, wenn Führungskräfte glauben, dass der Mensch die Krone der Schöpfung sei und die komplexen Wunder des Lebens ignoriert werden. Die Weigerung, höhere Weisheit und die Grenzen menschlicher Kontrolle anzuerkennen, kann zu nicht absehbaren destruktiven Entwicklungen aller Art in der Wissenschaft und der Wirtschaft führen. Wenn die Begrenzungen des menschlichen Intellekts ignoriert werden, wird der Mensch übergriffig. Der Glaube, über der natürlichen Ordnung zu stehen, führt dann dazu, dass Handlungen und Technologien vorangetrieben werden, welche Ökosysteme, Kulturen, Gesellschaften und spirituelles Wohlbefinden zerstören.
Alles im Leben ist durch Bewusstsein, Geist und Energie miteinander verbunden, und wenn unseren Führungspersönlichkeiten dieses Gewahrsein fehlt, sollte dies nicht als normal abgetan werden.
Das Fehlen einer göttlichen Verbindung kann eine gefährliche Eitelkeit fördern, welche die Weitsicht und Demut untergräbt, die für wahrhaft inspirierte und nachhaltige Führung notwendig sind. Echte Führung bedeutet nicht, alle Antworten zu haben. Sondern es bedeutet, sich auf das Göttliche einzustimmen, klare Absichten zu setzen, angemessene Entscheidungen zu treffen, die das natürliche Leben ehren, und den Mut zu haben, diese durch Taten umzusetzen.
Wir brauchen Führungskräfte, die ihre innere Aufräumarbeit geleistet und ihre persönlichen Themenperlen transformiert haben und so mit Kohärenz und Unbestechlichkeit führen können. Lasst uns nicht normalisieren, dass Führungskräfte nichts von Gott wissen! Lasst uns mehr verlangen. Wo sind die Führungspersönlichkeiten, die unsere spirituelle Verbundenheit erkennen und mit Integrität, Mitgefühl und Kompetenz handeln?
Für jene, die die Bedeutung von Wahrheit und göttlicher Ausrichtung erkennen, kann die Reise mit Innenschau und Stillemeditation beginnen. Diese Praktiken bringen Gewahrsein und eröffnen den Zugang zur eigenen inneren Weisheit. Und um sich als Mensch zu verfeinern, sind auch aufrichtige innere Klärungsarbeit (zum Beispiel die Auseinandersetzung mit Verhaltensmustern und emotionalen Triggern), Körperarbeit und körperliche Entgiftung erforderlich. Im Wesentlichen bedeutet dies eine ganzheitliche Veränderung der inneren Haltung und des Lebensstils.
PS. Dank an Alice Weidel, dass sie Elon Musk eine so wichtige Frage gestellt hat! Für mich war es die aufschlussreichste Frage… Ich bewundere auch ihren Mut, das Interview angenommen zu haben – in einer Zweitsprache zu sprechen, ist nie einfach. Es ist beeindruckend, wie sie sich international präsentiert hat, trotz ihres nicht so fließenden Englisch. Sie wirkt wie jemand mit gesundem Menschenverstand, Humor, einer weiten Perspektive und Entschlossenheit.