Was schützt Dich wirklich – das Göttliche oder das Dunkle?

So sehr das Göttliche wohlwollend ist und sich für Dein Wohlergehen interessiert, so ist das Dunkle böswillig – und ebenso an Deinem Wohlergehen interessiert. Lies diesen Satz ruhig noch einmal.

Nicht jedes Interesse an Deinem Wohlsein entspringt der Liebe. Manches entspringt dem Wunsch nach Kontrolle oder um eine Agenda zu bedienen. Und der Wunsch von jemandem, „besonders“ zu sein – herauszustechen, auserwählt zu sein, über anderen zu stehen – gehört zu den subtilsten Risiken in diesem Zusammenhang und allgemein auf dem spirituellen Weg.

Lass uns etwas tiefer schauen.

Wie nimmst Du jemanden wahr, der keine Gelegenheit auslässt, zu betonen, dass sein Leidensweg ganz besonders, außergewöhnlich oder viel intensiver war als der anderer Menschen?

Wie nimmst Du jemanden wahr, der jedes Thema in jeder Diskussionsrunde auf sich lenkt – auf seine spirituelle Reise und seine Erkenntnisse?

Wie nimmst Du jemanden wahr, der beim Sprechen über Leid, Ungerechtigkeiten oder Grenzüberschreitungen viel unverdauten Zorn aufwallen hat?

Wie nimmst Du jemanden wahr, der lautstark betont, sooo beschützt von Gott, sooo geführt vom Göttlichen, sooo gesegnet zu sein – und es wirkt eher wie eine Show als wie echtes Gewahrsein?

Erkennst Du den gemeinsamen Nenner hier?

Spürst Du, dass sich hinter all dem ein aufgeblasenes Ego versteckt? Ein verletztes Ego, das nach Anerkennung dürstet, das gesehen und bewundert werden will, das sich besonders, auserwählt oder für „eine besondere Mission auf der Erde“ berufen fühlen möchte.

Genau diese Bedürftigkeit und Sehnsucht nach Besonderheit ist die Schwachstelle, auf die es das Dunkle absieht.

Denn wer besonders sein will, ist anfällig für Schmeichelei. Wer sich von Lob und Aufmerksamkeit nähren lässt, wird leichter beeinflussbar. Und wer manipulierbar ist, wird zu einem idealen Wirt für unsichtbare Entitäten, die „besondere Gaben“, „exklusive Fähigkeiten“ oder „spirituelle Abkürzungen“ anbieten – im Tausch gegen die Souveränität der eigenen Seele.

Und in der Tat, so kann Besetzung sein: Subtil. Verführerisch. Glänzend.

Wenn wir unerlöste Trauer, ungeheilte Kindheitswunden oder Traumata – aus diesem oder anderen Leben – in uns tragen, wenn wir innerlich zersplittert und dissoziiert sind, dann ist unser inneres Navigationssystem instabil. Unser Bedürfnis nach äußerer Bestätigung wächst. Und damit auch das Risiko, von falschem Licht vereinnahmt zu werden.

Das Dunkle liebt ungeheilte Seelen, die besonders sein wollen. Es bietet Schutz – aber einen bindenden Schutz. Einen, der Dich abschirmt und gleichzeitig kontrolliert. Einen, der Deine Gaben vergrössert, während er Dein Wesen kapert. Einen, der Dich wahrscheinlich von Deinem wahren Lebensweg ablenkt.

Nicht jeder Flow ist göttlich.

Eine negative Entität nutzt gerne Menschen, die sich für besonders halten oder es sein wollen. Sie nutzt und missbraucht deren Wünsche und Wunden. Und sobald sich jemand in diesen Kräften verstrickt hat, wird er natürlich auch von ihnen beschützt – aber eben nicht in Freiheit.

Und glaub nicht, dass das Dunkle nur mit dunklen Strategien arbeitet. Der Teufel kann das süßeste Lächeln tragen, während er Dich in eine Falle oder in eine Sackgasse führt.

Nur weil etwas in deinem Leben leicht fließt, heißt das nicht, dass es vom Göttlichen kommt.

Lies diesen Satz ruhig auch noch einmal: Nur weil etwas leicht fließt, heißt das nicht, dass es vom Göttlichen kommt.

Manchmal sorgt das Dunkle bewusst dafür, dass sich etwas sanft, verlockend und magnetisch anfühlt – um Dich zu binden, zu zerstreuen und abhängig zu machen.

Der Schutz, der vom Göttlichen kommt, ist ganz anders. Er ist leise. Einfach. Subtil. Er macht Dich demütig, nicht stolz. Er bringt Klarheit und Mitgefühl, keine Besessenheit vom eigenen Image (oder einer „Mission“).

Ein Mensch, der wirklich vom Göttlichen beschützt ist, spricht nicht laut darüber – er verkörpert es. Er geht seinen Weg in stiller Stärke und Souveränität. Er hat natürliche gesunde Grenzen und die Würde, welche auf innerer Integration basieren. Seine Handlungen dienen nicht dem Ego und nicht jedem Schritt folgt ein Instagram-Post. Seine Präsenz erhebt andere, ohne Aufmerksamkeit zu verlangen. Er ist nicht „extra special“. Er ist einfach nur gut ausgerichtet. Und diese Ausrichtung braucht kein Publikum. Kein Ausrufezeichen.

Wahrer göttlicher Schutz fühlt sich nicht immer leicht an – manchmal kommt er als Pause, als Umweg oder als liebevolles Nein. Aber er bewahrt immer die Freiheit Deiner Seele!

Also erinnere Dich: Es gibt viele Arten von Schutz. Und nicht jeder ist göttlich. Manche schützen Dein Ego, Deine Illusionen, Deine Wunden – aber nicht Dein wahres Wesen.

Göttlicher Schutz macht Dich nicht wichtiger. Er macht Dich ganzer, stiller und gesammelter.

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Foto: eigenes Archiv