Mein Leben in Indien

Mir fiel heute auf, dass ich noch nie von meinen Zuhause in Indien berichtet habe. Daher hier einfach mal ein Schnappschuss. Und damit der Artikel nicht zu lang wird, eher nüchtern und unpoetisch gehalten…

Nach 18 Stunden nonstop-Regen hat sich soeben der Himmel geöffnet. Es gab diese Tage einen Zyklon in Südindien und die Ausläufer haben wir sogar hier oben im Norden zu spüren bekommen. 

Der Regen tat unserem Garten nach Wochen der Dürre und Waldbrände sehr gut. Fotos von heute morgen: Die Pfefferminze ist erntebereit. Tomaten, Gurken und Chili Bäumchen sind im Werden.

Wir haben auch noch anderes angepflanzt: Koriander,  Tulsi, Frühlingszwiebeln, Aubergine, Bohnen, Kürbis, Limonen, Guave, Papaya und Granatapfel.  

Nachdem ich lange Zeit in diversen Grosstädten Europas lebte und arbeitete, wohne ich mittlerweile nichtmal mehr in einer Kleinstadt, sondern auf dem Land. In einem von meinem Mann und mir gestalteten Haus mit Garten.

Allerdings bin ich regelmäßig in der Stadt. In Dehradun, der Hauptstadt des Bundestaates Uttarakhand, und vor allem Rishikesh. Um Freunde zu treffen, einzukaufen oder bei Ma Ganga sein. Hier ein kurzes Video von mir nach einem Ganga Dip vor ein paar Wochen (ein Bad im heiligen Ganges ist nach alter Tradition glücksverheissend):

Mein Zuhause ist in den Vorbergen des Himalayas, umgeben von Feldern, und Dschungel. Vor der Haustür haben wir die Äcker unserer Nachbarn, von denen die meisten Priesterfamilien und gleichzeitig Farmer sind. 

Es tönen morgens nicht nur vom Devi Tempel nebenan, sondern auch aus jedem Haus die Mantren und Glocken der Morgen-Puja – einer kurzen gebetesähnlichen Zeremonie zum Start in den Tag. 

Ich habe meine eigenen Morgenrituale mit Körperübungen, Pranayama, Meditation und Altar-Puja. Die Zutaten sind Feuer, ein Ghee bzw. Öl Lämpchen, Duftharze, Glockenklang und Gebet.

Hinter unserem Grundstück befindet sich dichter Wald und zu unseren regelmäßigen Besuchern gehören Papageien, Rehe und Pfaue, sowie Affen, Schlangen und leider auch Leoparden, die nach Futter suchen, und dabei Hunde bevorzugen. Hundebesitzer sehen daher zu, ihre Vierbeiner nachts auf Balkon oder Dachterasse zu haben. Nie ungeschützt im Garten oder Feld.

Weniger beunruhigend sind da des Nachbarn Kühe und Hühner. Meine beiden Hunde begrüßen die Kühe beim morgendlichen Gassigehen mit Freude, Respekt und manchmal auch Küsschen, während die freilaufenden Hühnern besser wegrennen, um nicht zum Jagdobjekt zu werden. Ich möchte es mir vor allem nicht mit den Legehennen verscherzen. Ihre Eier sind köstlich und gelegentlich bekommen wir ein Dutzend für die ganze Familie. Milch gibt es ebenso frisch vom Bauern.

Ungewohnt sind die saisonalen Unterschiede zu Deutschland. Hier wird kurz nach dem indischen Winter – der zwar kalt sein kann aber immer sonnig ist – schon früh im Jahr Getreide geerntet: April! Im folgenden Foto haben wir B und J bei einer morgentlichen Feld-Inspektion. Die Bündel von Brennholz sind typisch für die Dörfer in den Bergen.

Während des Lockdowns 2020 waren wir hier sicher und frei. Konnten uns nach Lust und Laune bewegen. Sind mit dem Scooter zum den Shops gedüst oder bekamen frisches Obst und Gemüse von einem Nachbarn, der alle zwei Tage zum Großmarkt fuhr und für unser ganzes Dorf alles Wichtige besorgte. 

In diesem Jahr gibt’s ja leider einen zweiten Lockdown, aber immerhin haben wir morgens zwei Stunden Zeit, um Lebensmittel zu kaufen. Die wichtigsten Geschäfte, Gemüsehändler, Banken und Apotheken haben auf dem Land und in der Stadt geöffnet.

Ich hatte vor, einen meiner neuesten englischen Posts zu übersetzen, bin aber noch nicht dazu gekommen. Ich nehme darin die Lage Indiens unter die Lupe. Klick hier India: What’s going on?! und erfahre, was in Sachen Virus und Vakzine in Indien wirklich läuft. Es ist anders als das was die Mainstream-Medien berichten.


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