Wie Du Deine Angstzustände abkühlen kannst

Wie ist mit den Anspannungen und Ängsten, die sich weltweit aufbauen, umzugehen? Unsere aktuelle Situation – mit Lockdowns, Verlust von Bewegungs- und Meinungsfreiheit und diversen Ungewissheiten – ist stressig, und nach über einem Jahr mittlerweile sogar chronisch stressig. Und ich finde es wichtig, das klar auszusprechen und ernstzunehmen. 

Was sind Angstzustände? (im Englischen trifft das Wort: Anxiety.) Wenn Du Dich diffus unruhig, verängstigt und aufgeregt fühlst, dann schaltet Dein Körper auf Autopilot-Alarmbereitschaft, als würde eine Gefahr drohen. Häufige Angstsymptome sind inneres Unbehagen, Besorgnis, Nervosität, Rastlosigkeit, negative Gedankenschleifen, emotionale Achterbahnfahrten, körperliche Symptome wie Herzrasen, Furcht- und sogar Panikattacken. 

Diese angstvolle Aufregung fühlt sich typischerweise wie ein Angriff an. Sie baut sich meist langsam auf und erreicht einen Zenit, der bis zu einer Stunde dauern kann. Diese innere Wellenbewegungen wiederholen sich nach wenigen Tagen oder Wochen.

Die Hauptursache für Angstzustände dieser Art ist ein traumatisches Erlebnis oder chronischer Stress. Wenn die unterbewussten Prägungen und Erinnerungen an das vergangene Trauma nicht geheilt und aufgelöst wurden, können Angstzustände und Flashbacks mit den oben genannten Symptomen ausgelöst werden. Du durchlebst dann das traumatische Ereignis im Grunde noch einmal, unabhängig davon ob Du Dich bewusst daran erinnerst, oder nicht.

Ein Trauma ist jede Erfahrung, die uns bedroht und unsicher macht. Und eine oder mehrere der vier grundlegenden Traumareaktionen – Flucht, Kampf, Erstarren, Gefallen (im Englischen: flight, fight, freeze, fawn) – sind geeignete und lebensrettende Mechanismen, um mit Überforderungen oder Gefahren fertig zu werden.

Diese automatisch ablaufenden, menschlichen Bewältigungsstrategien dienen dem Moment. Wir sollten jedoch nicht über einen längeren Zeitraum auf sie zurückgreifen müssen, da sie zu Fehlregulationen in unseren Körpersystemen führen. z. B. emotionale Unterdrückung, körperliche Anspannung, hormonelle Störungen und Autoimmun Dis-eases, von wo aus alle möglichen anderen suboptimalen Dynamiken, Verhaltensweisen und Störungen hervorgehen können.

Wir Menschen sind zwar belastbar, aber auch sehr sensibel und verletzlich. Das ist an sich wunderschön. Wenn allerdings tiefsitzende Ängste und traumatische Erinnerungen nicht bewusst verarbeitet und geheilt werden, hinterlassen sie Spuren in uns, die sich negativ auf unser Leben und unsere Beziehungen auswirken.

Zwei Schlüssel für Heilung und Gelassenheit:

1. Beruhigung des Nervensystems
Sitzen und Laufen in der Natur, tief atmen, mit Tieren / Haustieren zusammen sein, tägliche Allein-Zeit in Stille ohne äußere Ablenkungen, praktizieren von Pranayama und Meditation, Yoga oder Tai Chi, gärtnern, schwimmen, natürliche und einfache Ernährung, frisches Quellwasser, täglich Sonnenlicht aufnehmen, Kerzenlicht, Aromatherapie, barfuß laufen, in einem komplett abgedunkelten Schlafzimmer ohne TV / WLAN schlafen, beruhigende Klänge hören, Menschen und Orte finden, die unterstützend und liebevoll sind und Dich an Deine wahre Natur erinnern (nämlich Deine mentalen, emotionalen und spirituellen Stärken).

2. Schaffen von Beständigkeit & Struktur
Gib dem Tag und der ganzen Woche eine Struktur mit Ankerpunkten, die Dir helfen, ein Gefühl von Sicherheit und Zugehörigkeit zu bekommen. Dieser Aspekt ist besonders wichtig für den Körper. Das können regelmäßige Zeiten Deiner Meditationspraxis sein oder Deiner Aktivitäten wie Kochen / Essen, in der Natur sein, forschen / lernen oder Freunde treffen. Buche Dir regelmäßige professionelle Unterstützung zur seelenvollen Selbstheilung , sowie Körperbehandlungen (Reflexzonenmassage, ganzheitliche Massage, Dampfbad, Klangheilung etc.). Sich sicher und ruhig zu fühlen ist die Grundlage, um nach innen schauen zu können. Und um zu beginnen, Angstattacken und eine potenziell traumatische Vergangenheit zu klären und gesunde Grenzen geltend zu machen.

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