Verstand kontrollieren?

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Es hat sich mir diese Tage mehrfach in verschiedenen Gesprächen und Korrespondenzen gezeigt, dass es einen scheinbar unausrottbaren Mythos in Bezug auf unser Verhältnis zum Verstand gibt – verstärkt durch offensichtliche Missverständnisse in einigen Yoga- und Meditationskreisen.

Viele meinen, wir müssten unseren Verstand kontrollieren. Dass wenn wir nur hart genug an uns arbeiteten, unser Verstand unter Kontrolle gebracht werden könne, und somit dann auch unser Glück gesichert sei.

Genau das aber geht gar nicht, und das ist auch nicht das Ziel spiritueller Praxis.

Die richtige Haltung ist: lass den Verstand Dir präsentieren was „er“ will, versuch nicht, ihn zu kontrollieren, sondern kontrollier stattdessen wie Du mit seinem Input umgehst! Denn ob Du emotional, impulsiv, opfermässig deprimiert oder entspannt und bewusst reagierst, liegt allein an Dir, dem Einsatz Deines freien Willens und Deiner Wahl.

Gedanken, Gefühle und Stimmungen kommen und gehen.
S
ie sind wie Wolken.
Du aber bist der Himmel. 

Ladhak

Unser Verstand ist ein nützliches Werkzeug, und nicht unser Feind. Sich selbst überlassen, ist er allerdings eine Art übersinnlicher Schwamm, der ungefiltert den Unsinn aus unseren familiären und kollektiven Feldern aufnimmt, den wir oft unhinterfragt zu uns gehörig ansehen.

Was auch immer Dein Mind Dir an Gedanken präsentiert – meist sind es ja Bewertungen, Zweifel, Ängste, Erinnerungen, Befürchtungen oder destruktive Kommentare – lass sie zu und lass sie ziehen – beobachte, aber hafte nicht an. Werf keinen Anker und gib keine Energie hinein, um womöglich eine Geschichte draus zu machen. Lass innerlich bewusst ab und wähle eine liebevolle, sich leicht anfühlende, konstruktive und kreative innere Ausrichtung.

Du kannst Deinen Verstand nicht kontrollieren, wohl aber Deinen Umgang mit dem was er an Impulsen, Launen und Allüren so ausgibt.

Und sei sicher, dass, wenn Du weiterhin Dein System auf allen Stufen Deines Seins klärst (auf bewusster und unterbewusster Ebene durch Sadhana und Energiearbeit), Deine Gedankenproduktion automatisch immer reiner und potenter wird, Deinem höchsten Wohl dienend.

Das war’s schon für heute. Namasté.

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Alle Fotos © Marina

 

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